Städtebau: Kö-Bogen als Solitär in einer Perlenkette
Mit der Bebauung des Kö-Bogen bietet sich der Stadt Düsseldorf eine historisch einmalige Gelegenheit, die im 19. Jahrhundert entstandene Stadtstruktur wiederherzustellen. Durch den Bau der Wehrhahnlinie – mit dem dadurch verbundenen Wegfall des Jan-Wellem-Platzes mit seiner reinen Verkehrsknotenfunktion – bietet sich auf dem Areal eine einmalige städtebauliche Chance, die es zu nutzen gilt.
Dabei geht es um die Anbindung der Königsallee an den Hofgarten und um die Heranführung des Hofgartens an die Königsallee. Am Schadowplatz und zum Gustaf-Gründgens-Platz steht die neuerliche Fassung des Stadtraumes und die Artikulierung des Übergangs zum Hofgarten im Vordergrund. Und es geht vor allem auch um die Wiederherstellung einer Gebäudekante zum Hofgarten, die das Gegenüber von Stadt- und Landschaftsraum erlebbar macht.
Ein Neubau an dieser Stelle muss diesen vielfältigen Ansprüchen gerecht werden und besondere Qualitäten im Stadtraum schaffen. Der Kö-Bogen stellt den Abschluss der Königsallee zum Hofgarten dar. Er muss sich an dieser Stelle dem städtebaulichen Ensemble einfügen, wobei der Kö-Bogen als Schlussstein bzw. als Tor zur Königsallee eine Sonderstellung einnimmt.
Andererseits ist der Kö-Bogen als Solitär in die Perlenkette von Schauspielhaus, Thyssen Hochhaus, Oper, Steigenberger-Hotel und nicht zuletzt dem Modekaufhaus von Peek & Cloppenburg einzureihen. Die einzigartige Lage verpflichtet zur Schaffung einer herausragenden und einmaligen Architektur, die ihr Umfeld prägt und sich mit den besten Bauten der Stadt messen kann. Diesem Spannungsfeld zwischen städtebaulicher Einordnung und hervorgehobener Solitärwirkung muss der neue Kö-Bogen gerecht werden.

